Gamp Bike 2017, 10. September 2017

Als ich durchs Ziel fahre suche ich nach der Zeitnehmungsanzeige. Einer der Zeitnehmer bemerkt dies und ruft mir zu: 1 Std. und 3 Minuten. Für die exakt 1067 hm. Wow… nochmals einige Minuten schneller wie vor 4 Jahren. Nun aber der Reihe nach ….

 

Gamp Bike ist für viele im Ländle DAS Rennen schlechthin. Meist 200 Anmeldungen jedes Jahr.

Doch fast die Hälfte entschied sich dieses Jahr im Bett zu bleiben und die Füße an seinen Partner/Partnerin zu wärmen. Ehrlich gesagt konnte man es Ihnen auch nicht übel nehmen. Die Nacht durch hatte es teils stark geregnet – und erst nach Mittag sollte der Regen aufhören. (Was dann auch so geschah).

Um 10:00 Uhr war Start. Ich zog um 9:20 meine ersten Aufwärmrunden im Regen; Werner und viele andere warteten noch zu. Manch einer hatte seine Rollen dabei und nutzte das Dach vom Möbelhaus Frick.

Der Start verlief gut und nach 2-3 Kehren zog sich das Feld schon in die Länge. Ich fuhr wie immer was ging und machte mir nach wenigen Fahrminuten ob der Anzeige meiner GPS-Uhr Sorgen.

Zwischen 18 und 23 hm pro Minute zeigte dies an. Wären die 1000 hm dann in 50 Minuten. Verdammt dachte ich mir – das ist zuviel. Körper + Kopf meldeten dann aber das ich das Tempo bis zum Parkplatz (also auf halber Höhe) durchstehen müsste – was danach kommt .. wer weiß.

Also gings ziemlich flott nach oben. Irgendwann schoss Bernd Grünstäudl in einem Affenzahn an mir vorbei, und ward nach wenigen Minuten nicht mehr gesehen. Ansonsten das übliche Quälen am Limit.

Ab dem Parkplatz auf halber Höhe drücke ich weiter und es gibt auf einmal Rangverschiebungen. Für 2-3 Minuten überhole ich mal welche; danach wieder zurücküberholt und so weiter. Erst gegen Ende des Waldstückes schaffe ich mir 30-40 Sekunden Abstand nach hinten.

Und dann taucht Bernd Grünstäudl vor mir wieder auf. Seinen Sprint’s mussten Langsamfahrten gefolgt sein. Im letzten Steilstück merke ich das ich meine Körner verschossen habe und Bernd + ich quälen uns im 1. Gang Richtung Ziel.  In der Mitte des letzten Steilstückes überhole ich Bernd – nur um meinen Rhythmus zu halten – der mich dann anbrüllt: Ich solle alles geben und genauso sei es richtig.

Mir war klar das er noch zu einem Schlusssprint ansetzen würde – dem ich nichts mehr entgegenzusetzen hätte. Ich war nur erstaunt wie man noch die Energie hatte den Gegner anzufeuern 🙂 Sein Sprint folgte dann wie gedacht 20 Meter vor dem Ziel….

Ergebnis: Platz 48/105. Als Frau wäre man mit der Zeit mit 1 Minute Rückstand übrigens Zweite geworden.

Schnellster überhaupt: Zugg Daniel. Als Profi hatte er wahrscheinlich mehr Mühe als ihm lieb war. Nur 25 Sekunden nach ihm rauschte schon Natale Manuel durchs Ziel. Mayer Jakob dann dritter.

Werner Pichler – bei der Preisverteilung mit einem Sonderpreis als ältester Teilnehmer ausgezeichnet fuhr auch eine Wahnsinnszeit: 1 Stunde und 16 Minuten.

Nur 7 Tage später hätte der Hillclimb im Montafon folgen sollen; doch das Rennen wurde wegen Schnee im Ziel auf den 7.10 verschoben.

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